Stadtwache

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Der landsässige Adel, die Hof- und Amtleute bildeten die Reiterei, die Kontingente der Städte und Märkte und die nach den Musterrollen aufgebotenen Bauern das Fußvolk. Dazu kamen noch die durch den Landesherren angeworbenen Söldner.

Stadtwache Der bürgerliche Kriegsdienst war überwiegend Fußdienst und deshalb bis ins 16. Jahrhundert für die offene Feldschlacht von ganz geringer Bedeutung.

Die Aufgabe der Bürger war im wesentlichen nur die Besetzung der Wälle und Tore der eigenen Städte.

Alle wehrfähigen Männer der Städte wurden in sogenannten Musterungsrollen verzeichnet. Darin enthalten war sowohl der Name und die Profession, sowie die Art und die Güte der jeweiligen Ausrüstung. Die bewaffnete Mannschaft der Stadt Burghausen betrug nach der ältesten Angabe 264 Streiter, von denen 120 auf den ersten Befehl des Herrschers in das Feld rücken mussten.

Stadtwache In ihrer Blütezeit konnte die Stadt Burghausen 450 wehrfähige Männer aufbieten. Diese bildeten mit den Kontingenten anderer Städte, z.B. Wasserburg einen „Landfahnen“. Die Bürger unserer Stadt waren im 16. Jahrhundert teils mit ganzen Harnischen und langen Spießen oder Hellebarden gerüstet, teils auch mit Hackenbüchsen und Armbrüsten bewaffnet. In voller Rüstung mit ganzen Harnischen wurden laut unseres Stadtchronisten Bonifaz Huber, noch im Jahr 1598 73 Bürger gemustert. Geschossen und exerziert wurde an Sonn- und Feiertagen auf eigens dafür errichteten Exerzierplätzen oder Schießständen. Ihr Wehrdienst war damals aber meist kein Kriegsdienst, meist waren es Dienste zu Repräsentationszwecken, die erfüllt werden mussten. So paradierten die Bürger anlässlich des Besuches Kaiser Maximilians I., im Jahre 1516, in voller Wehr und Waffen vor dem Öttinger Tor. Das war die erste in unserer Stadtgeschichte erwähnte Militärparade.

Ins "Feld" zieht die Stadtwache immer noch, zwar nicht mehr um Krieg zu führen, sondern um an Historischen Festen die Farben der Stadt Burghausen und des Vereins Herzogstadt Burghausen e.V. zu vertreten.

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